|
03.03.2026
07:00 Uhr
|
Immer mehr Assistenzsysteme kommen in Zukunft an die Grenzen zwischen assistiertem und autonomem Fahren, man nennt das Level 2++. Was muss der Fahrer hier tun?

KI-basierte Assistenzsysteme werden bis 2030 zu einem Sprung nach vorn bei der Fahrautomatisierung führen: Tesla Full Self-Driving (FSD) Supervised, MB.Drive Assist Pro und andere Herstellersysteme kommen auf den europäischen Markt, sobald die UNECE die Zulassung in Europa geregelt hat. Die Besonderheit dieser Assistenzsysteme ist, dass sie dem Anschein nach autonom fahren. Faktisch aber müssen sie permanent überwacht werden und können Fehler machen. Die Bedeutung dieser erweiterten Level-2-Systeme ist riesig: Sie werden sich schnell verbreiten, sie werden die Unfallhäufigkeit reduzieren, und sie stehen in direkter Konkurrenz zum tatsächlich autonomen Fahren.
Was hier passiert, konnten und können Neugierige noch bis Ende März bei Tesla ausprobieren: Eine Mitfahrt mit Tesla FSD Supervised ist für jeden möglich, der einen Termin ergattert. Es genügt vor Ort, das gewünschte Ziel per Sprachbedienung mitzuteilen. Den Rest der Start-Ziel-Führung macht das Elektroauto: Es lenkt, es bremst, es biegt ab, es hält an roten Ampeln. Das Ganze geht so weit, dass auch Gesten von anderen Verkehrsteilnehmern identifiziert und berücksichtigt werden. Das ist beeindruckend.
BMW
Allerdings, und das hat sich beim Praxistest von heise Autos gezeigt, sind auch Fehler möglich, die eigentlich nicht passieren dürften: So hat das Tesla Model 3 zwar eine Spielstraße erkannt, ist aber trotzdem zu schnell gefahren. FSD muss permanent überprüft und in solchen Fällen vom Menschen korrigiert werden. Es ist ein assistiertes System und nicht autonom.